Ratgeber

 

Blasenentzündung vorbeugen
Die Blasenentzündung ist bei Frauen häufiger als bei Männern. Das liegt daran, dass der Erreger, nämlich die E.coli-Bakterien, oft aus dem Darm kommt und der Weg zwischen After und Harnröhre kürzer ist als bei Männern.
Sie können einer Harnwegsinfektion aber vorbeugen, indem Sie diese Maßnahmen ergreifen:
• Trinken Sie viel.
Mindestens 2,5 L täglich. Große Mengen Flüssigkeit erhöhen die Chance, dass die Erreger ausgespült werden.
• Richtig ernähren.
Essen Sie eiweißreich und vermeiden Sie stark gewürztes und gesalzenes Essen. Gewürze können die Blase reizen.
• Vorsicht vor Unterkühlung.
Auch im Sommer: Nasse Badeanzüge sofort wechseln. Vermeiden Sie kalte Füße. Verschwitzte Kleidung so schnell wie möglich wechseln. Setzen Sie sich nicht auf kalte Untergründe.
• Richtig Abwischen.
Nach dem Toilettengang sollten Sie von vorne nach hinten abwischen, um zu vermeiden, dass Bakterien vom After in die Harnröhre oder Scheide gelangen.
• Urin nicht einhalten.
Wenn Sie Harndrang verspüren, waren Sie nicht zu lange, denn so können sich die Bakterien vermehren. Häufigeres Wasserlassen spült die Bakterien aus. 4 - 6 Mal am Tag ist normal.
• Nicht pressen.
Wenn Sie auf der Toilette sind und Wasser lassen, pressen Sie dabei nicht. Dadurch kann nämlich ein Unterdruck entstehen, der eine geringe Menge Urin und damit Bakterien zurück in die Blase "saugt".
• Nach dem Geschlechtsverkehr auf die Toilette.
Auch wenn es unromantisch ist, sollten Sie nach dem GV auf die Toilette und Wasser lassen. Bakterien werden so ausgespült. Auch davor ist es sinnvoll die Blase zu entleeren. Kondome schützen zusätzlich auch vor einer Blasenentzündung.
• Hygiene, aber richtig.
Nicht zu häufig oder übertrieben waschen. Durch zu vieles Waschen wird die natürliche Bakterienflora zerstört und somit den Schutz vor unerwünschten Bakterien. Verwenden Sie auch keine Intimwaschlotion. Diese zerstört ebenfalls die natürliche Schutzfunktion. Klares Wasser genügt. Auch Scheidenpilz kann man so vorbeugen.
• Unterwäsche wechseln.
Täglich frische Unterwäsche verringert nicht nur das Risiko einer Harnwegsinfektion sondern auch einer Infektion der Scheide.
• Vorsicht bei fremden Toiletten.
Vermeiden Sie sich auf fremde Toiletten zu setzen. In die Hocke gehen sollten Sie auch vermeiden, weil das den gleichen Effekt haben kann wie das Pressen. Am Besten ist, sie haben immer Hygienetücher dabei oder legen den Sitz mit Toilettenpapier aus.

 


Erhöhtes Suizidrisiko durch die Pille?
In Deutschland ist das orale Kontrazeptivum, oder umgangssprachlich auch Pille gennant, das beliebteste Verhütungsmittel. Rund sieben Millionen Frauen nehmen die Pille ein. 52% der Deutschen, die in einer Beziehung leben, bevorzugen das orale Verhütungsmittel. Ob das der Frau gegenüber fair ist, sei mal dahingestellt. Dass diese Art der Verhütung neben Thrombose auch für Lungenembolie und sogar vereinzelt Todesfällt verantwortlich ist, ist schon lange bekannt. Nun gibt es einen neuen Verdacht für eine neue Sorge:
Studien zufolge soll die Pille die Suizidgefahr erhöhen.
Dänische Wissenschaftler haben knapp 500.000 Frauen, die zwischen 1996 und 2003 ihren 15. Geburtstag hatten, in die Studie aufgenommen. Von diesen 500.000 Frauen begingen 6.999 Frauen mindestens einen Selbstmordversuch und 71 begingen tatsächlich Selbstmord. Bei der Studie hatten die Frauen ein doppelt so hohes Risiko für Suizidversuch und ein sogar dreifach so hohes Risiko für vollendeten Suizid.
Das Bundesinstitut für Arzneimittel allerdings, sagt aus, dass es keinen kausalen Zusammenhang auf Basis der ermittelten Daten gäbe. Dass Depression aber eine bekannte Nebenwirkung der Pille sein kann, ist bekannt.
Der Beipackzettel musste nun um Folgendes erweitert werden:

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Psychiatrische Erkrankungen:

Manche Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel wie {Bezeichnung des Arzneimittels} anwenden, berichten über Depression oder depressive Verstimmung. Depressionen können schwerwiegend sein und gelegentlich zu Selbsttötungsgedanken führen. Wenn bei Ihnen Stimmungsschwankungen und depressive Symptome auftreten, lassen Sie sich so rasch wie möglich von Ihrem Arzt medizinisch beraten.

Ob man der Studie nun Glauben schenken mag oder wie die Frauenärzte es sagen, es keinen kausalen Zusammenhangt zwischen Pilleneinnahme und Suizidrisiko gäbe muss jede Anwenderin für sich entscheiden. Aber eines ist sicher: Die Pille ist ein hormonelles Verhütungsmittel und das Risiko an Brustkrebs zu erkranken ist mit der Einnahme erhöht. Basierend auf Daten dänischer Frauen, kam es zu dem Ergebnis, dass es bei der Einnahme der Pille über ein Jahr, zu einem zusätzlichen Brustkrebsbefall unter 7690 Frauen kam.
Es gibt zum Glück alternative Verhütungsmethoden die auch ohne Hormone funktionieren. Lassen Sie sich beraten!

 

 

 


Mitglied im Fachverband deutscher Heilpraktiker e.V.

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